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Das sind wir! - Unsere Geschichte


Die Geschichte unserer Voltigiergruppe ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen!

Alles begann im Sommer 2003 auf dem Hof Stude in Langenbernsdorf:
Unsere Trainerin Claudia, die vorher bereits mehrere Jahre lang Trainerin der Voltigiergruppe des PSV Sorge-Settendorf war, gründete die Voltigiergruppe Langenbernsdorf und hatte schnell ein paar mehr oder weniger verrückte Mädels an ihrer Seite, mit denen sie fortan gemeinsam trainierte. Darunter waren neben Lisa, Jana und Romy auch Jule und Resi, die bereits in Sorge-Settendorf mit voltigiert hatten.


Unsere vierbeinige Partnerin in der Anfangszeit hieß "Sonja" und war eine ca. 1,65m große, braune Warmblutstute, die zwar nicht unbedingt immer die größte Lust auf Voltigieren hatte, aber dennoch brav und geduldig ihre Aufgabe meisterte. Mit ihr bestritten wir im Sommer 2004 auch unsere ersten Turniere in der Leistungsklasse D (heute "A"). 


Im Winter 2004 bzw. Anfang des Jahres 2005 kamen dann Sophie und Lena sowie der ca. 1,70m große, fuchsfarbene Trakehner-Wallach "Master" in unser Team. Claudia und ein Teil der Mädels aus dem Team kannten ihn bereits aus der Zeit in Sorge-Settendorf und waren dementsprechend glücklich, ihren "Hasi" wieder dabei zu haben. Das Training wurde ab diesem Zeitpunkt besonders intensiv, weil nun zwei Pferde zur Verfügung standen, auf denen trainiert werden konnte und sollte. Sonja blieb zunächst das Turnierpferd, damit Master genügend Zeit hatte, um sich wieder an die Tätigkeit als Voltigierpferd zu gewöhnen. Die beiden Pferde wurden beste Freunde und waren nahezu unzertrennlich. 


Das viele Training zahlte sich aus und die Turniersaison 2005 wurde eine recht erfolgreiche Zeit für unser Team: Wir belegten beispielsweise den ersten Platz in Schenkenberg und stiegen kurz darauf von der Leistungsklasse D in die nächsthöhere Leistungsklasse C (heute "L") auf. Das Highlight dieser Saison wurde dann der Start mit Master auf dem Leipziger Schlobachshof, wo wir völlig überraschend den dritten Platz von insgesamt 10 (!) Gruppen belegen konnten. 

Kurz vor der Saison 2006 gab es einige Veränderungen im Team: Die "Großen" (darunter Jana, Romy und unsere [Staatlich geprüfte] Artistin Michi) mussten aus verschiedenen Gründen mit dem Volti aufhören und hinterließen ein relativ junges Team mit einigen Neueinsteigern. Nichtsdestotrotz starteten wir weiterhin auf Turnieren. Und auch wenn die Ergebnisse aus unserer Sicht nicht die besten waren, so hatten wir doch jede Menge Spaß am Training und der gemeinsamen Zeit, die wir mit unserem Sport verbringen durften. Unser Master wurde immer besser und es bildete sich der "Harte Kern" des Teams aus Lena, Lisa, Sophie, Jule und Resi. Letztgenannte beschloss in diesem Jahr außerdem, künftig gern auch als Einzelvolti an den Start gehen zu wollen. Dafür absolvierte sie im Herbst 2006 und im Frühjahr 2007 mehrere Abzeichenprüfungen. 

2007 sollte dann unser "Schicksalsjahr" werden...

Der Beginn der Turniersaison hätte nicht besser laufen können:
Mit neuen Anzügen und neuer Musik (aus dem Film "Forrest Gump") starten wir im April 2007 auf Master (der inzwischen Sonjas Platz als Turnierpferd eingenommen hatte) in Schenkenberg und wurden auf Anhieb "Landesbeste C-Gruppe"! Eine Goldmedaille für uns - einfach unglaublich!!!


Kurz darauf schaffte Resi ihr DVA III und konnte ab sofort auch im Einzel an den Start gehen. Die große Premiere sollte unser zweites Turnier der Saison in Waltersleben werden. Anfang Juni war es endlich soweit: Wir starteten als Gruppe und wurden Dritter. Außerdem feuerten wir Resi bei ihrem ersten Einzelstart an und drückten ihr alle die Daumen. Belohnt wurde das mit dem ersten Platz! Super!!!


Wir waren allesamt hochmotiviert und hatten richtig Lust auf das nächste Turnier Anfang Juli in Sorge-Settendorf. Hier wollten wir ganz besonders gern zeigen, was wir inzwischen draufhatten! Aber dann kam leider alles ganz anders als gedacht! Unser Master, der auf dem Heimweg vom letzen Turnier in Waltersleben leider eine Kolik auf dem Anhänger durchleben musste, hatte diese schlechte Erfahrung scheinbar noch nicht richtig verarbeitet und bekam kurz nach dem Verladen auf dem Weg nach Sorge-Settendorf Panik auf dem Hänger. Dadurch verletzte er sich und an einen Turnierstart war überhaupt nicht mehr zu denken. Ein krasser Dämpfer für unsere Gruppe, die zu großen Teilen schon auf dem Turniergelände in Sorge-Settendorf war und nur noch auf das Pferd gewartet hatte. Plötzlich waren wir raus aus dem Geschäft...einfach so. Unser Verlass-Pferd Master konnte und wollte anscheinend nicht mehr auf dem Pferdehänger unterwegs sein und hatte sich nun auch noch verletzt. Wie sollte es nun weitergehen? 


Resi konnte zwar in dieser Saison noch auf Sonja im Einzel starten, aber für die Gruppe war Sonja einfach nicht mehr fit genug. Und da unser 
Master mit seinen inzwischen schon 18 Jahren sowieso bereits relativ alt war, beschlossen wir ihn nach diesem Vorfall in die verdiente Rente zu schicken. 
2008 mussten wir dann turniertechnisch komplett aussetzen (sowohl Gruppe als auch Einzel). Deshalb versuchten wir uns die Zeit so gut es eben ging, mit anderen Aktionen zu vertreiben. Die Highlights dieses Jahres waren der erste Besuch der Messe "Partner Pferd" in Leipzig (der von da an zur alljährlichen Tradition wurde) und die Reise zur Volti-WM ins tschechische Brünn (Brno). 

Außerdem konzentrierten wir uns in diesem Jahr auf die Suche nach einem neuen vierbeinigen Partner. Wir probierten verschiedene Pferde aus und wurden schließlich in einem kleinen Ort kurz hinter Chemnitz fündig. "Adiamo" - der 1,80m große, braune Warmblut-Wallach zog um nach Langenbernsdorf und war fortan unser Hoffnungsträger.

Nun hatten wir drei Pferde im Stall stehen, die alle Claudia selbst gehörten. Das ist natürlich eine große finanzielle Herausforderung gewesen und deshalb kamen wir alle zusammen zu dem Entschluss, für unsere Sonja ein neues Zuhause zu suchen. Eine nette Voltigruppe, bei der sie sich nicht überanstrengen muss - das wünschten wir uns für sie. Und glücklicherweise fanden wir schon bald darauf einen Voltigierverein aus der Nähe von Erlangen, der unsere Sonja gern haben wollte. Schweren Herzens verabschiedeten wir uns von unserer "Süßen"und wünschten ihr für ihre Zukunft alles Gute. Wir sind uns aber sicher, dass Sonja in ihrer neuen Heimat ein schönes (und weniger anstrengendes) Leben hat. 


Nach dem Erwerb von Adi im Herbst 2008 begannen wir behutsam mit seiner Ausbildung und trainierten wieder auf A-Niveau. Parallel dazu trainierte Resi bei der Voltigiergruppe des RV Gera, um zu Beginn des Jahres 2009 als Gaststarterin im Einzel auf dem Geraer Pferd "Zoe" zu starten. 

Für uns war es schon eine große Umstellung mit dem neuen Pferd: Master war ein Verlass-Pferd, bei dem man sich keine großen Gedanken um den Galopp oder eventuelles Buckeln machen musste, sondern einfach frei drauf los turnen konnte. Adi hingegen hatte seinen eigenen Kopf und zeigte das auch gern. Nichtsdestotrotz konnten wir Ende 2009 auch mit ihm bereits die ersten Starts im Einzel und Schritt-Bereich wagen. Das unbestrittene Highlight des Jahres 2009 war aber der A4-Start in Wollersleben bei dem wir den ersten Platz belegten. 


Eine weitere große Veränderung in unserer Geschichte war der Umzug vom Hof Stude zum Reit- und Fahrstall Scholz. Hier hatten wir in der Anfangszeit bereits häufiger unser Wintertraining absolviert und außerdem hatten wir am 13.6.2009 dort auch den "Volti-Tag" ausgerichtet, den Resi im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit organisiert hatte. 

Zwischen 2009 und 2010  kamen wir (wieder einmal) an den Punkt, wo sich die Struktur der Gruppe veränderte. Unsere drei kleinen Sonnenscheinchen aus Gera (Lilly, Leonie N. und Sarah) konnten leider nicht mehr mitmachen. Außerdem hatte der "Harte Kern" inzwischen das Alter erreicht, in dem man die Ausbildung oder das Studium aufnimmt und dadurch nicht mehr so regelmäßig (oder eben auch gar nicht mehr) zum Training kommen kann. 2010 und 2011 gab es zwar noch zwei A-Gruppenstarts mit Adi, aber die fielen leider nicht besonders gut aus. Es folgten einige Schritt-Turniere mit unseren Nachwuchs-Voltis (darunter unter anderem Wiebke und Leonie L.), ein paar Holzpferdturniere und vereinzelte Solo-Starts von Resi. Diese waren allerdings auch nicht so erfolgreich, wie Resi sich das gewünscht hatte und deshalb beschloss sie (auch angesichts ihres Studiums in Erfurt) ihre Einzel-Karriere vorerst an den Nagel zu hängen. 


In den folgenden Jahren veränderte sich unsere Gruppe nochmals sehr stark: Lena und Sophie stiegen nach ihrem Abi endgültig aus dem Training aus, Jule und Lisa hatten inzwischen Arbeit in Hamburg und Dresden und konnten deshalb auch nicht mehr kommen und Resi hatte wegen ihres Studiums ebenfalls kaum noch Zeit. Gleichzeitig kamen Amelie und Jessi zu uns und bildeten langsam aber sicher den neuen Kern der Gruppe zusammen mit Wiebke und Leonie.

In den Jahren 2011 bis 2014 gingen wir fast "nur" noch auf Holzpferdturniere, weil Adi häufiger Probleme mit dem Rücken hatte und dadurch auch kein richtiges Training möglich war. Es zeichnete sich immer deutlicher ab, dass wir Adi keinen Gefallen tun würden, wenn er weiterhin als Voltipferd eingesetzt werden würde. Deshalb beschloss Claudia Adi als Freizeitpferd abzugeben. Da uns ein Abschied von Adi aber sehr schwer gefallen wäre, waren wir umso glücklicher als sich unsere Josi (die zuvor auch mehrere Jahre lang ein Teil der Voltigruppe war) dazu bereit erklärte, ihn zu übernehmen. So konnte Adi in unserem Stall in Langenbernsdorf bleiben und wird seitdem von Josi gehegt und gepflegt. 


Seit dem Sommer 2015 ist nun "King Charls" unser Volti-Pferd. Der ca. 1,65m große, braune Wallach kam von Weimar zu uns nach Langenbernsdorf und ist ebenfalls ein sehr eigenwilliger Zeitgenosse, der sich aber langsam aber sicher mit seiner Aufgabe anfreundet. (Nur unsere Resi kann Charls leider absolut nicht leiden, was neben der Arbeit auch ein Grund für ihren endgültigen Ausstieg aus dem aktiven Sport war.)


2016 haben wir auf ihm ein Schauprogramm bei unserem heimischen Reitturnier in Langenbernsdorf gestaltet und sind außerdem auf die ersten Turniere seit langem gefahren. Momentan starten wir allerdings im WBO-Bereich, d.h. wir sind nicht mehr im Leistungssport aktiv, sondern probieren uns erstmal im breitensportlichen Bereich und turnen daher vorwiegend im Schritt. Damit haben wir uns alle ganz gut arrangiert. Aber wer weiß, wie sich die Sache in Zukunft noch weiterentwickeln wird. Wir trainieren jedenfalls fleißig weiter, starten auf Holzpferdturnieren, nehmen an Trainingslagern teil und haben jede Menge Spaß an unserem Sport.

Ihr seht also - unsere Gruppe hat bereits einiges erlebt: Viele Voltis sind zu uns gekommen, ein Stück des Weges mit uns gemeinsam gegangen und haben uns wieder verlassen. Aber es gab immer einen Gruppen-Kern, der über die Zeit zu einem echten Team und damit auch zu richtigen Freunden geworden ist. Der Generationswechsel von der ehemaligen L-Gruppe rund um Lena, Lisa, Sophie, Jule und Resi hin zur WBO-Gruppe rund um Wiebke, Leonie, Jessi und Amelie ist vollzogen und hat spätestens mit dem Ende unseres geliebten Masters im April 2016 seinen Abschluss gefunden. 


Wir hatten und haben dank des Voltigiersports immer noch eine tolle Zeit zusammen:
Die "Alten" treffen sich regelmäßig zur "Partner Pferd" in Leipzig und zum traditionellen Oster- und Weihnachtsfrühstück - die "Jungen" trainieren weiterhin zweimal pro Woche in Langenbernsdorf und entwickeln sich immer weiter. Mal sehen wie wir unsere Geschichte in den nächsten Jahren fortschreiben werden und wer noch alles ein Teil davon wird. Wir würden uns jedenfalls sehr freuen, wenn wir euch durch unsere Geschichte nun auch Lust auf's Voltigieren machen konnten und ihr uns bald mal beim Training besuchen kommt.